Cannabinoide in Deutschland 2026: Was ist legal?
Kurz & direkt
Seit der Teil-Legalisierung 2024 gilt in Deutschland: Eigenbesitz und Eigenanbau von Cannabis sind in Grenzen erlaubt — der kommerzielle Verkauf bleibt strafbar. Das Verkaufsverbot gilt aber nur für Cannabis im Sinne des KCanG: Nutzhanf-Erzeugnisse mit unter 0,3 % Gesamt-THC sind davon ausdrücklich ausgenommen und frei verkäuflich — genau dort liegen alle LEAFZ-Produkte. HHC und seine Nachfolger sind verboten, Delta-8 steht im BtMG, und „legale" THCA-Blüten scheitern an einer simplen Formel: Gesamt-THC = THC + 0,877 × THCA. Was wirklich legal ist, entscheidet kein Shop-Etikett, sondern BtMG, NpSG und KCanG. Hier ist die komplette, quellenbelegte Übersicht — Substanz für Substanz.
🛰️ Zuletzt aktualisiert: 06.07.2026 · wird quartalsweise und bei jeder Gesetzesänderung geprüft
Kaum ein Markt produziert so viel juristischen Nebel wie der Cannabinoid-Markt: Jedes Verbot gebiert einen „100 % legalen" Nachfolger, jedes Etikett verspricht Rechtssicherheit, die es so nicht gibt. Diese Übersicht räumt auf — mit Gesetz und Fundstelle statt Verkäufer-Folklore. Jede Zeile der Tabelle ist im Quellenblock belegt, und zu den großen Themen findest du unten die ausführlichen Deep-Dive-Artikel.
Die große Tabelle: Welche Cannabinoide sind 2026 legal?
Legende: 🟢 legal · 🟡 Grauzone / im Fluss · 🔴 verboten bzw. nicht verkehrsfähig — Rechtsstand: 6. Juli 2026, Deutschland.
| Substanz | Status DE (07/2026) | Grenzwert / Bemerkung | LEAFZ |
|---|---|---|---|
| Delta-9-THC (Cannabis) | 🔴 kommerzieller Verkauf strafbar (§ 34 KCanG)[1] · Eigenbesitz & Eigenanbau seit 01.04.2024 in Grenzen erlaubt · gilt nur für Cannabis i. S. d. KCanG — Nutzhanf ist ausgenommen (nächste Zeile) | Nutzhanf: max. 0,3 % Gesamt-THC[1][2] | LEAFZ verkauft kein KCanG-Cannabis, sondern Nutzhanf-Erzeugnisse (nächste Zeile) · Deep-Dive: THC legal |
| THC aus Nutzhanf (unter 0,3 % Gesamt-THC) | 🟢 frei verkäuflich — Nutzhanf ist im KCanG ausdrücklich vom Cannabis-Begriff ausgenommen (§ 1 Nr. 8 Buchst. d, Nr. 9 KCanG)[1] | THC-Gehalt darf 0,3 % nicht übersteigen — gerechnet als Gesamt-THC (0,877-Formel), als Konzentration im Produkt[1][2] | Die LEAFZ-Kategorie: alle Edibles, Gummies, Drinks & Vapes bleiben unter 0,3 % Gesamt-THC — ehrlich deklariert, laborgeprüft · THC Edibles |
| HHC + HHC-O / -P / -H | 🔴 verboten (NpSG, Stoffgruppe 2.3)[3][4] | seit 27.06.2024 (5. NpSG-ÄndVO)[3] | führt LEAFZ nicht — tote Kategorie |
| 10-OH-HHC | 🔴 verboten (NpSG)[4][5] | seit 02.12.2025 (6. NpSG-ÄndVO)[5] | — |
| THCP / THC-O | 🔴 verboten (NpSG, Stoffgruppe 2.3 — herrschende Lesart)[4] | seit 27.06.2024; die Stoffgruppe erfasst Seitenketten bis C12 und Acetat-Ester[4] | Deep-Dive: THCP legal |
| Delta-8- / Delta-10-THC | 🔴 BtMG Anlage I — hier ist auch der Besitz strafbar[6] | als THC-Isomere ausdrücklich gelistet; Marktware ist praktisch immer synthetisch aus CBD hergestellt[6] | — |
| THCA | 🟡→🔴 Molekül nicht einzeln gelistet — hochdosierte Produkte praktisch nicht verkehrsfähig[7] | Gesamt-THC = THC + 0,877 × THCA[7] — „20 % THCA" ≈ 17,5 % THC | LEAFZ verkauft dir keine Rechenaufgabe · Deep-Dive: THCA legal |
| THCV | 🟡 nach herrschender Lesart von der NpSG-Stoffgruppe erfasst — nicht höchstrichterlich geklärt[4] | keine Einzellistung | — |
| H4CBD | 🟡 echte Grauzone | anderer Grundkörper, von Stoffgruppe 2.3 strukturell nicht erfasst[4] — Kandidat kommender Änderungsverordnungen | Deep-Dive: H4CBD |
| CBN | 🟡 gilt überwiegend als legal — strukturell aber nah an Stoffgruppe 2.3[4] | Wackelkandidat: kann mit einer einzigen Änderungsverordnung kippen | — |
| CBG | 🟢 legal | als Lebensmittel gilt Novel-Food-Recht | — |
| CBD | 🟢 als Stoff legal · 🔴 als Lebensmittel ohne Novel-Food-Zulassung (bislang null erteilte Zulassungen)[8] | EFSA-Sicherheitswert (02/2026, vorläufig): ca. 2 mg/Tag[8] | kein LEAFZ-Sortiment |
| Space Blend (LEAFZ) | aufs Prinzip gebaut statt aufs nächste Verbots-Molekül: keine BtMG-/NpSG-Stoffe, keine THC-Vorstufe | ehrlich als Blend deklariert, laborgeprüft (CoA) | LEAFZ-Kernprodukt · Space Blend Vapes |
Jede Zeile mit Fundstelle im Quellenblock. Unsichere Lagen (🟡) markieren wir ehrlich als das, was sie sind — statt sie dir als „100 % legal" zu verkaufen.
Legal seit 2024 ≠ frei verkäuflich: was das KCanG wirklich erlaubt
Seit dem 1. April 2024 regelt das Konsumcannabisgesetz (KCanG) den Umgang mit Cannabis. Erlaubt ist seitdem für Erwachsene[1]:
- 25 Gramm Cannabis unterwegs, 50 Gramm am eigenen Wohnsitz (§ 3 KCanG),
- bis zu drei lebende Pflanzen im Eigenanbau,
- seit dem 1. Juli 2024 der gemeinschaftliche Anbau in Anbauvereinigungen („Cannabis-Clubs").
Was nicht kam: der legale Cannabis-Shop um die Ecke. Handeltreiben mit Cannabis ist strafbar geblieben — § 34 Abs. 1 Nr. 4 KCanG, bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe, in schweren Fällen deutlich mehr.[1] Genau in diese Lücke drängt seit 2024 der Grauzonen-Markt: Er verkauft dir das Versprechen, die Ausnahme zu sein. Meistens ist er es nicht — wie die Tabelle oben zeigt. Was dagegen wirklich offensteht: Nutzhanf-Erzeugnisse unter 0,3 % Gesamt-THC — die im KCanG ausdrücklich nicht als Cannabis gelten — sowie Produkte, deren Wirkstoffe schlicht nicht unter BtMG, NpSG oder die KCanG-Verkaufsverbote fallen. Warum genau das die LEAFZ-Schiene ist: direkt im nächsten Abschnitt.
„Ihr verkauft doch THC — ist das nicht verboten?" Warum LEAFZ legal verkauft
Die Frage steht unter jeder zweiten LEAFZ-Anzeige, und sie verdient eine präzise Antwort. Das Verkaufsverbot des § 34 KCanG gilt für Cannabis im Sinne des Gesetzes — und das Gesetz definiert selbst, was das ist: Nutzhanf ist in § 1 Nr. 8 KCanG ausdrücklich vom Cannabis-Begriff ausgenommen. Als Nutzhanf gilt dabei u. a. Hanf, dessen THC-Gehalt 0,3 Prozent nicht übersteigt (§ 1 Nr. 9 KCanG).[1] Wer unter dieser Grenze bleibt, verkauft juristisch kein Cannabis, sondern verkehrsfähige Nutzhanf-Ware — das ist keine Grauzone, sondern die ausdrückliche Systematik des Gesetzes.
Genau so sind alle LEAFZ-Produkte gebaut: Edibles, Gummies, Drinks und Vapes bleiben unter 0,3 % Gesamt-THC — und zwar nach der vollen Rechnung inklusive 0,877 × THCA (die Formel gleich im Detail), im Labor gemessen statt aufs Etikett behauptet. Der Unterschied zwischen einem Etiketten-Trick und echtem Nutzhanf ist keine Formulierung, sondern eine Laborzahl: Beim Trick sprengt die Gesamt-THC-Rechnung den Grenzwert trotz „<0,3 %"-Aufdruck — ein LEAFZ-Produkt hält die Grenze auch nach der Rechnung ein. Deshalb dürfen wir verkaufen, was wir verkaufen: ehrlich deklariert, laborgeprüft und legal.
„Unter 0,3 % — dann kann da ja nichts drin sein?"
Der häufigste Denkfehler dabei: 0,3 % ist eine Konzentrations-, keine Mengenangabe. Der Wert beschreibt den Anteil am Produktgewicht — nicht, was ein Produkt insgesamt enthält; das hängt von Rezeptur und Produktgewicht ab. Der tatsächliche Cannabinoid-Gehalt steht bei LEAFZ ehrlich deklariert auf jedem Produkt, belegt per Laborbericht. Nutzhanf-konform heißt also nicht wirkungsfrei — es heißt: unter der gesetzlichen Grenze, ohne verbotene Stoffe, voll deklariert. Dass der komplette LEAFZ Space strikt 18+ ist, hat seinen Grund.
Gesamt-THC: die Formel, an der „legale" THCA-Deals platzen
Der Lieblings-Trick der Grauzonen-Shops: „Unter 0,3 % THC — also legal!" Dabei wird unterschlagen, dass rechtlich nicht der Rohwert auf dem Etikett zählt, sondern der Gesamt-THC-Wert — inklusive des THCA, das beim Erhitzen zu THC wird. Die Formel dafür ist EU-weit festgeschrieben[7]:
Gesamt-THC = THC + (0,877 × THCA)
Eine Blüte mit „20 % THCA, unter 0,3 % THC" hat damit rechnerisch rund 17,5 % THC — das ist kein Nutzhanf, das ist ein THC-Produkt mit Umweg. Der Nutzhanf-Grenzwert liegt in Deutschland wie in der EU bei 0,3 % Gesamt-THC (in Deutschland rückwirkend zum 1. Januar 2023 von zuvor 0,2 % angehoben, im Einklang mit der EU-Vorgabe).[1][2] Die komplette Rechnung, die Rechtslage und was in „THCA"-Ware oft wirklich steckt: → unser THCA-Deep-Dive.
Warum „legale Nachfolger" ein Verfallsdatum haben
Das NpSG verbietet nicht Stoff für Stoff — es verbietet ganze Baupläne. Die 2024 eingeführte Stoffgruppe 2.3 erfasst alle vom 6H-Benzo(c)chromen-1-ol-Kern abgeleiteten Verbindungen: unabhängig vom Hydrierungsgrad, mit Seitenketten bis C12, mit Hydroxy- und Acetat-Varianten, bis 600 u Molekülmasse.[4] Übersetzt: Nicht nur HHC ist verboten, sondern gleich die ganze Molekül-Familie, aus der der Markt seine „Nachfolger" schnitzt.
Wie schnell das geht, hat die Praxis zweimal vorgeführt: HHC wurde am 27.06.2024 verboten[3] — der Markt warf 10-OH-HHC nach — am 02.12.2025 war auch das verboten.[5] Wer sein Sortiment auf das „nächste legale Molekül" baut, baut auf Abriss. Und wer es kauft, sitzt auf Ware, die über Nacht illegal werden kann.
Deshalb bauen wir bei LEAFZ nicht auf ein Wundermolekül, sondern auf ein Prinzip mit zwei Ankern: THC ausschließlich in Nutzhanf-Höhe (unter 0,3 % Gesamt-THC — damit im KCanG ausdrücklich vom Cannabis-Begriff ausgenommen) und darüber hinaus nur Wirkstoffe, die nicht unter BtMG/NpSG fallen, keine THC-Vorstufe sind, ehrlich deklariert werden — und deren Gehalt ein unabhängiges Labor schwarz auf weiß bestätigt. Genau so ist der Space Blend gebaut: kein „Nachfolger", sondern eine bewusst zusammengestellte Kombination legaler Cannabinoide, deren Wirkung aus dem Zusammenspiel entsteht.
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Zeitleiste: von der Teil-Legalisierung bis zum letzten Verbot
- 01.01.2023 Die EU hebt den Nutzhanf-Grenzwert auf 0,3 % THC an[2]; parallel gelten EU-Höchstgehalte für THC in Hanfsamen-Lebensmitteln — inklusive der Gesamt-THC-Formel mit Faktor 0,877.[7]
- 01.04.2024 Das KCanG tritt in Kraft: Eigenbesitz (25/50 g) und Eigenanbau (3 Pflanzen) werden legal, der kommerzielle Verkauf bleibt strafbar. Cannabis und Delta-9-THC wandern aus dem BtMG ins KCanG.[1]
- 27.06.2024 HHC-Verbot: Die 5. NpSG-Änderungsverordnung erfasst mit der neuen Stoffgruppe 2.3 HHC samt Abkömmlingen (HHC-O/-P/-H u. a.).[3][4]
- 01.07.2024 Anbauvereinigungen können starten — gemeinschaftlicher, nicht-kommerzieller Anbau mit behördlicher Erlaubnis.[1]
- 22.08.2024 Neuer THC-Fahr-Grenzwert: 3,5 ng/ml im Blutserum (§ 24a StVG).[10]
- 02.12.2025 10-OH-HHC-Verbot: Die 6. NpSG-Änderungsverordnung zieht den nächsten „legalen Nachfolger" ein.[5]
- 16.02.2026 Die EFSA setzt einen vorläufigen Sicherheitswert für CBD als Novel Food: ca. 2 mg pro Tag — eine Zulassung als Lebensmittel gibt es weiterhin nicht.[8]
- 03/2026 Der Nutzhanf-Liberalisierungs-Entwurf (Anhebung auf 1 %) wird in den Bundestags-Ausschüssen beraten — geplant, nicht beschlossen.[9]
Der Fahr-Grenzwert: 3,5 ng/ml — und warum er länger gilt, als dein High dauert
Seit dem 22.08.2024 gilt beim Autofahren ein THC-Grenzwert von 3,5 ng/ml im Blutserum (§ 24a Abs. 1a StVG). Wer drüber liegt, kassiert ein Bußgeld — wer zusätzlich Alkohol im Blut hat, für den gilt ein absolutes Mischkonsum-Verbot mit verschärften Sanktionen.[10] Der Haken: THC ist im Blut deutlich länger nachweisbar, als die Wirkung anhält — je nach Konsummuster Stunden bis Tage. Wie lange du rechnerisch über dem Grenzwert liegst, zeigt dir unser studienbasierter THC-Abbau-Rechner — mit ehrlichen Spannen statt Detox-Mythen.
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Woran du seriöse Produkte erkennst — und was in Fake-Ware wirklich steckt
Die größte Gefahr im Grauzonen-Markt ist nicht das Bußgeld — es ist die Ware selbst. BKA, Zollkriminalamt und der Bundesdrogenbeauftragte warnen seit 2021: Produkte, die als „THC", „THCA" oder „CBD" verkauft werden, enthalten immer wieder hochpotente synthetische Cannabinoide, die auf Blüten gesprüht oder in Liquids gemischt werden — von außen nicht erkennbar.[11] Laboranalysen (u. a. WEDINOS in Wales, Tests in Innsbruck) fanden in solcher Ware Substanzen wie 5F-ADB oder 5F-MDMB-PICA, die mit schweren Vergiftungen und Todesfällen in Verbindung gebracht werden.
Die Konsequenz der Behörden ist simpel — und sie ist exakt unser Maßstab: Verlange immer einen aktuellen, unabhängigen Laborbericht (Certificate of Analysis, CoA — HPLC/GC-MS). Daran erkennst du in 30 Sekunden, mit wem du es zu tun hast:
- CoA einsehbar? Aktuell, unabhängig, mit Wirkstoffprofil — nicht nur ein „laborgeprüft"-Sticker.
- Ehrliche Deklaration? Es steht drauf, was drin ist — kein „THCA", das in Wahrheit etwas anderes ist.
- Kein Etiketten-Trick? Finger weg, wenn mit „<0,3 % THC" geworben wird, aber zweistellige THCA-Werte daneben stehen.
- Klarer Anbieter? Impressum, erreichbarer Support, nachvollziehbarer Versand — keine anonyme Grauzonen-Bude.
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Der ehrlich deklarierte Space Blend — Wirkung aus dem Zusammenspiel legaler Cannabinoide, nicht aus einer THC-Vorstufe.
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Was gerade in Bewegung ist (Stand: Juli 2026)
- Nutzhanf-Grenzwert 1 %: Ein Gesetzentwurf im Bundestag (BT-Drs. 21/2116) will die Nutzhanf-Definition von 0,3 % auf 1 % THC anheben. Stand Juli 2026 liegt er in den Ausschüssen — geplant, nicht geltendes Recht. Und wichtig: Rausch-Edibles bleiben auch nach dem Entwurf ausdrücklich nicht erlaubt.[9]
- CBD als Lebensmittel: Nach dem vorläufigen EFSA-Sicherheitswert (ca. 2 mg/Tag) laufen die Novel-Food-Verfahren weiter — bislang ohne eine einzige erteilte Zulassung.[8]
- Die nächste NpSG-Runde: Die Stoffgruppen wachsen erfahrungsgemäß weiter. Heutige Grauzonen-Kandidaten wie H4CBD oder CBN können mit einer einzigen Änderungsverordnung kippen — hier kann sich jedes Quartal etwas drehen.[4]
Genau deshalb hat diese Seite ein sichtbares Update-Datum: Wir prüfen die Tabelle quartalsweise und bei jeder Gesetzesänderung — damit „aktuell" hier kein Marketing-Wort ist.
Deep-Dives: die ganze LEAFZ-Legal-Reihe
Diese Übersicht ist der Einstieg — die Details stehen in den Spezial-Artikeln:
- Ist THCA legal? Gesamt-THC, Grauzone & gepanschte Ware
- THC legal in Deutschland: was erlaubt ist — und wo du legal kaufst
- THCP: Rechtslage und Status in Deutschland
- H4CBD: die aktuelle rechtliche Situation
- Auch aus unserer Legal-Reihe: Ist Kratom legal?
- THC-Abbau-Rechner: Wie lange ist THC nachweisbar?
Häufige Fragen (FAQ)
Welche Cannabinoide sind 2026 in Deutschland legal?
Ohne Einschränkung legal sind vor allem CBG sowie CBD als Reinstoff (als Lebensmittel fehlt CBD die Novel-Food-Zulassung). Verboten sind HHC samt Abkömmlingen und 10-OH-HHC (NpSG), THCP und THC-O (NpSG, herrschende Lesart) sowie Delta-8- und Delta-10-THC (BtMG). THC selbst ist nur im privaten KCanG-Rahmen erlaubt, hochdosierte THCA-Produkte sind über den Gesamt-THC-Wert praktisch nicht verkehrsfähig. Frei verkäuflich sind zwei Kategorien: Nutzhanf-Erzeugnisse, deren Gesamt-THC-Gehalt 0,3 Prozent nicht übersteigt (im KCanG ausdrücklich vom Cannabis-Begriff ausgenommen — hier liegen alle LEAFZ-Produkte), sowie Produkte, deren Wirkstoffe in keinem dieser Gesetze gelistet sind, keine THC-Vorstufe darstellen und ehrlich deklariert plus laborgeprüft sind.
Warum darf LEAFZ THC-Produkte verkaufen, obwohl der Cannabis-Verkauf strafbar ist?
Weil das Verkaufsverbot des KCanG nur für Cannabis im Sinne des Gesetzes gilt — und Nutzhanf davon in § 1 Nr. 8 KCanG ausdrücklich ausgenommen ist. Als Nutzhanf gilt Hanf, dessen THC-Gehalt 0,3 Prozent nicht übersteigt. Alle LEAFZ-Produkte bleiben unter 0,3 Prozent Gesamt-THC (inklusive der 0,877-×-THCA-Umrechnung), sind ehrlich deklariert und laborgeprüft — damit sind sie kein Cannabis im Sinne des KCanG, sondern frei verkäufliche Nutzhanf-Erzeugnisse für Erwachsene (18+).
Sind die THC-Edibles und THC-Vapes von LEAFZ legal?
Ja. LEAFZ-Produkte basieren auf Nutzhanf und bleiben unter 0,3 Prozent Gesamt-THC — unterhalb der Grenze, ab der das Gesetz von Cannabis spricht. Sie fallen damit nicht unter das Verkaufsverbot des KCanG. Wichtig zur Einordnung: 0,3 Prozent ist eine Konzentrationsangabe, keine Inhaltsangabe — was ein Produkt tatsächlich enthält, steht ehrlich deklariert auf dem Etikett und im Laborbericht (CoA).
Ist HHC noch legal?
Nein. HHC ist in Deutschland seit dem 27. Juni 2024 über das NpSG verboten, ebenso seine Abkömmlinge wie HHC-O, HHC-P und HHC-H. 10-OH-HHC wurde am 2. Dezember 2025 nachgezogen. Produkte mit diesen Stoffen dürfen nicht mehr gehandelt werden.
Ist THCA legal?
Das Molekül THCA ist nicht einzeln im BtMG oder NpSG gelistet — hochdosierte THCA-Produkte sind als Konsumware trotzdem praktisch nicht verkehrsfähig, weil rechtlich der Gesamt-THC-Wert zählt: THC + 0,877 × THCA. Eine „20 % THCA"-Blüte entspricht damit rund 17,5 % THC und liegt weit über dem Nutzhanf-Grenzwert von 0,3 %.
Was heißt Gesamt-THC?
Gesamt-THC ist die Summe aus dem fertigen THC und dem THC-Potenzial des enthaltenen THCA: Gesamt-THC = THC + 0,877 × THCA. Der Faktor 0,877 bildet den Masseverlust bei der Umwandlung von THCA zu THC ab. Die Formel ist in der EU-Verordnung 2022/1393 verankert und macht den „unter 0,3 % THC"-Etikettentrick wirkungslos.
Ist Delta-8-THC legal?
Nein. Delta-8-THC ist — wie Delta-10-THC — als THC-Isomer ausdrücklich in Anlage I des BtMG gelistet. Damit ist beim marktüblichen, synthetisch aus CBD hergestellten Delta-8 auch der bloße Besitz strafbar — das ist strenger als beim NpSG, das vor allem den Handel trifft.
Darf ich nach dem Konsum Auto fahren?
Seit dem 22. August 2024 gilt ein Grenzwert von 3,5 ng/ml THC im Blutserum; Mischkonsum mit Alkohol ist gesondert verboten. THC ist deutlich länger nachweisbar, als die Wirkung anhält — rechne dein Nachweisfenster mit dem THC-Abbau-Rechner durch und fahr im Zweifel nicht.
Quellen & Rechtsgrundlagen
- [1] Konsumcannabisgesetz (KCanG), insb. § 1 Nr. 9 (Nutzhanf, 0,3 %), § 3 (Besitzmengen), § 34 (Strafvorschriften) — gesetze-im-internet.de/kcang
- [2] Verordnung (EU) 2021/2115 — EU-Nutzhanf-Grenzwert 0,3 % THC (anwendbar seit 01.01.2023) — EUR-Lex 32021R2115
- [3] Fünfte Verordnung zur Änderung der Anlage des NpSG (HHC u. a.), BGBl. 2024 I Nr. 210, in Kraft seit 27.06.2024 — recht.bund.de
- [4] Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG), Anlage 1, Stoffgruppe 2 (Cannabimimetika), insb. Nr. 2.3 — gesetze-im-internet.de/npsg
- [5] Sechste Verordnung zur Änderung der Anlage des NpSG (10-OH-HHC u. a.), BGBl. 2025 I Nr. 292, in Kraft seit 02.12.2025 — recht.bund.de
- [6] Betäubungsmittelgesetz (BtMG), Anlage I — Tetrahydrocannabinol-Isomere (u. a. Δ8-THC, Δ10-THC) — gesetze-im-internet.de/btmg
- [7] Verordnung (EU) 2022/1393 — Höchstgehalte für Delta-9-THC; Gesamt-THC = Δ9-THC + 0,877 × Δ9-THCA — EUR-Lex 32022R1393
- [8] EFSA, „Update of the statement on safety of cannabidiol as a novel food" (16.02.2026): vorläufiger Sicherheitswert 0,0275 mg/kg Körpergewicht/Tag (≈ 2 mg/Tag bei 70 kg) — EFSA Journal
- [9] Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Konsumcannabisgesetzes — Nutzhanfliberalisierung, BT-Drs. 21/2116 vom 07.10.2025 (Anhebung auf 1 %; im Ausschussverfahren) — dserver.bundestag.de
- [10] § 24a StVG (THC-Grenzwert 3,5 ng/ml Blutserum; Mischkonsum-Verbot), geändert durch das 6. StVG-Änderungsgesetz, in Kraft seit 22.08.2024 — gesetze-im-internet.de/stvg
- [11] BKA/Zollkriminalamt/Bundesdrogenbeauftragter, Pressemitteilung vom 27.04.2021: „Warnung vor Cannabisprodukten mit synthetischen Cannabinoiden" (Laborfunde u. a. 5F-ADB, 5F-MDMB-PICA: WEDINOS/Innsbruck) — bka.de
Zuletzt aktualisiert: 06.07.2026 · LEAFZ Redaktion. Diese Seite ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung. Die Rechtslage kann sich ändern; im Zweifel selbst prüfen. Produkte sind nur für Erwachsene (18+).